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Die Kleiderkammer in der Mariengrundschule in Herbern, Altenhammstr. (Seiteneingang) ist jeden ersten Mittwoch im Monat von 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ansprechpartner: Elke Luhmann-Finke, Tel.:
02599-7244 und Manfred Dopiralski, Tel.:
02599-1485
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Ein Haus und seine Kleider
Seit mehr als 18 Jahren öffnet das DRK einmal im Monat die Türen zur Kleiderkammer
HERBERN • Die schwere Tür ist alt und dunkelbraun. Sie steht offen. Auf der Fläche vor dem Eingang tummeln sich ein paar Autos und Fahrräder. Abgelegen und ruhig liegt der kleine Hinterhof da und nur diejenigen, die wissen, dass am ersten Mittwoch im Monat die Kleiderstube geöffnet hat, die finden den Weg hierhin.
Und schreiten durch die alte offen stehende Tür. Werden kurz darauf förmlich von dem alten Hausflur verschluckt. Der Weg zum Ziel ist beschwerlich und führt über 45 hölzerne Stufen nach oben. Bei jedem Schritt knarrt der braune Untergrund. Nur der blau gestrichene Treppenabsatz bringt ein wenig Farbe ins dunkle Treppenhaus. Ein älterer Herr schleppt einen vollen Wäschekorb Stufe um Stufe, hoch bis unters Dach.
Dort ist die Kleiderkammer des DRK-Ortsverein Herbern untergebracht. Es ist warm hier oben. Ein wenig stickig. Und trotz des Sonnenscheins draußen relativ dunkel. Der Herr verschnauft ein wenig, als er endlich oben angekommen ist. Freundlich wird er von Elke Luhmann-Finke, Lydia Lustig, Gabriele Pettentrup und Nicole Kliewe begrüßt. Die vier schieben Dienst unterm Dach - ehrenamtlich. Wie jeden ersten Mittwoch im Monat. Das Team ist stark geschrumpft. „Früher waren es einmal zehn Helfer, die hier gearbeitet haben", erzählt die heutige Teamsprecherin Elke Luhmann-Finke, während sie ein T-Shirt ordentlich zusammenlegt. Früher. Da war alles ein bisschen anders. Nicht nur die Arbeit und die Abläufe, sondern auch das Publi-

Das Team
der Kleiderkammer: Elke-Luhmann-Finke (vorne), Lydia Lustig, Gabriele
Pettentrup (v.l.)
und Nicole Kliewe (hinten).
RN-Foto (3) Nitsche
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und Sparten - es gibt Damen-, Kinder- und Herrensachen - lagern. Kleider, Röcke und Hosen hängen auf Kleiderständern. „Man muss hier schon Ordnung halten, um den Überblick zu behalten", lacht Gabriele Pettentrup. Stolz ist das Quartett auf die Umkleidekabine. Sie ist nichts Besonderes, fällt allenfalls durch den bunten Vorhang auf, der sich bei genauerem Hinsehen als Duschvorhang entpuppt. „Man muss sich eben etwas einfallen lassen", lacht Elke Luhmann-Finke, die diese Kabine ebenso wie viele Regale mit ihrem Mann angebracht hat. Die Räume sind klein. Deshalb geht alles schön der Reihe nach. Jede Person darf sich pro Besuch zehn Teile aussuchen. Alle zwei Monate. Das Team führt |
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Kartei über die Besucher. „Früher kamen manche und nahmen Unmengen mit, nur um sie anschließend auf dem Flohmarkt zu verkaufen", hat das Team den Ablauf auf Linie gebracht. Sucht sich nun eine Familie etwas aus, müssen die anderen draußen vor der Tür warten. „-Auf unserem Risikospielplatz", beschreibt Elke den Warteplatz ein wenig ironisch. Die Räumlichkeiten sind klein. Eigentlich wäre dringend eine neue Unterkunft erforderlich. Viele Leute wissen nämlich immer noch nicht, dass es in Herbern eine Kleiderkammer gibt. Nicht zuletzt aus dem Grund, weil der Eingang der Kammer versteckt und unscheinbar im Hinterhof liegt und von der Straße aus nicht zu sehen ist. • Bettina Nitsche |
kum. „Vor 18 Jahren kamen vorwiegend Aussiedler hierher, um Kleidung zu bekommen", erinnert sich Gabriele Pettentrup noch ganz genau an die Zeit ihrer Anfänge. Heute hat sich das Bild gewandelt: Es kommen sehr viele Einheimische aus der Gemeinde, die hier kostenlos Kleidung erhalten.
Sortierung
„Vorwiegend allein erziehende Mütter mit Kindern", sagt Lydia Lustig während sie ein Kleid aus einem Korb angelt und es dann an Kollegin Nicole 'weitergibt, die es im Nebenraum nach Größe und Stil sortiert. In jedem der drei kleinen Ausgabe-Räume herrscht Ordnung. An der Wand sind Regale angebracht, in denen Pullover, T-Shirts und Co. nach Größen
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Zunächst überprüft Gabriele Pettentrup die angenommenen Kleider, erst dann werden sie einsortiert.
Viel Platz hat Nicole Kliewe bei der Arbeit nicht, auf engstem Raum sortiert sie die Kleidung nach Größen.