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Geschichte des DRK-Ortsvereins-Herbern e.V.

 Der DRK-Ortsverein wurde im Jahre 1953, vor genau 50 Jahren als Ortsverein Herbern-Stockum am 11. Juli 1953 gegründet. Der damalige Amtsdirektor Walter Knaden hatte zur Gründungsversammlung eingeladen. In dieser Versammlung wurde die DRK-Ortsgemeinschaft Herbern-Stockum, wie sie sich damals nannte, am gleichen Abend noch einstimmig gegründet. Walter Knaden wurde ebenfalls einstimmig zum DRK-Amtsvorsitzenden gewählt. Schriftführer wurde Alois Eggenstein. Schon in der Gründungsversammlung traten 15 Personen in das DRK ein. Im gleichen Jahr fand ein Blutspendetermin statt, der aber in Ascheberg durchgeführt wurde. Karl Doritz bat darum, diesen Blutspendetermin auf einen spielfreien Sonntag des SV-Herbern zu setzen, damit auch die Fußballspieler und Anhänger zum Blutspenden kommen könnten. Es wurde ein Bus für die Fahrt nach Ascheberg eingesetzt.

1953 setzte sich das DRK wegen erhöhter Unfälle aus den Straßen für die Vermehrung von Unfallhilfestellen ein. Eine finanzielle Hilfe für die Anschaffung von Einrichtungsgegenständen, Verbandsmaterial und Medikamenten sowie  die Anwerbung von Hilfspersonal waren notwendig. Noch bis vor einigen Jahren gab es diese Notfall-Hilfsstellen, wie auch in Herbern bei Selhorst an der B 54 in Forsthövel und bei Hülsmann-Ferkmann in Forsthövel. Noch im gleichen Jahr führte die EH-Ausbilderin Gräfin Heidi von Hagen  einen Erste-Hilfe-Kursus durch.

Nach der kommunalen Neugliederung im Jahre 1955 wurde in Herbern ein eigener DRK-Ortsverein gegründet. Eine seiner wichtigsten Aufgaben sah Walter Knaden darin, sich um die älteren Bürger zu kümmern. 1967 organisierte er mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Frau Mathilde und weiteren Helferinnen und Helfern die Seniorenstube und beide halfen hier tatkräftig mit. Vielen Älteren verhalf Walter Knaden zu einem Urlaub oder einer Kur durch das DRK. Aber auch die Ausbildung der Aktiven lag ihm am Herzen. In jedem Jahr wurde ein Ausflug und eine Adventsfeier für alle Senioren aus Herbern durchgeführt. Diese Arbeit setzten von 1981 bis 1993 Bankdirektor Franz Heye und seine Frau Maria fort. Als er sein Amt niederlegte, wurde Hans Kraß zum Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Herbern gewählt. Die Mitgliederzahl stieg von Jahr zu Jahr, bis zum heutigen Tag. Von der Gründung des DRK bis 2001 war der heutige noch rüstige Josef Nordhoff Schatzmeister des DRK-Herbern. Die Seniorenstube am Dienstag im Pfarrheim wird heute nicht mehr von den DRK-Frauen Regina Averkamp, Änne Krampe, Anni Goßheger und Cilli Neumann betreut, sondern sie wurden entlastet durch ein neues Team. Ganz im Sinne der Gesundheitsförderung bewegt sich die aktive DRK-Gymnatikgruppe die von Elisabeth Schlieker und Leni Goebel betreut wird. Außerdem ist seit Jahren eine Kleiderkammer für Bedürftige vorhanden.

Nach wie vor zählt die Ausbildung der Aktiven und auch der Bevölkerung zu den wichtigsten Aufgaben des DRK Herbern. Ausbilder Friedhelm Staar führte im Jubiläumsjahr 2003 insgesamt 35 Kurse, davon Erste Hilfe, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Erste Hilfe am Kind und Erste Hilfe spezial für Erzieherinnen durch.

Die Aktiven unter der Führung von Georg Kampert und Daniel Zimmermann hatten mit ihren Männer und Frauen vielfältige Aufgaben zu leisten. Sie stellen den Sanitätsdienst bei den verschiedensten Veranstaltungen, angefangen beim plattdeutschen Theater, bei Reit- und Springturnieren, bei den Motorkrossrennen, bei der Radtouristik, beim Westerwinkellauf, bei der Radwallfahrt, bei den Blutspendeterminen und einigen mehr. Von den Aktiven wird auch die Technische Einheit III gestellt, die bei Katastrophenfälle zum Einsatz kommt. Auch im Rettungsdienst versehen ausgebildete Rettungssanitäter ihren Dienst in der Rettungswache Ascheberg. Um den Nachwuchs zu fördern, wurde 2004 eine Jugendgruppe gegründet, für Jungen und Mädchen ab 12 Jahren.

Eigentlich ist das Rote Kreuz schon seit 100 Jahren in Herbern tätig. Im Jahre 1903 beschloss in Herbern die Gemeindeversammlung dem Landesverein des Roten Kreuzes beizutreten. Seitdem ist die Gemeinde Mitglied der Hilfsorganisation. Zur eigentlichen Gründung eines DRK-Ortsvereins kam es erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Elisabeth Ferkmann (von allen Lilli genannt) und Berta Börste waren schon im zweiten Weltkrieg als DRK-Schwestern aktiv in Lazaretten hinter den Fronten eingesetzt. Beide waren noch lange Jahre im DRK-Ortsverein aktiv tätig.

Wenn auch kein eigener DRK-Ortsverein in Herbern bestand, so war auch in Herbern das DRK tätig.

1945 und 1946 sind viele Flüchtlinge nach Westfalen und auch nach Herbern gekommen. Viele Kindern sind davon verwaist, die Not war in ganz Deutschland groß. Ebenso schlecht ging es den vielen Kriegsgegangenen, die damals krank heimkehrten. Viele Ernährer der Familien waren noch nicht zurückgekehrt. Sammlungen wurden vom DRK durchgeführt, um die Not lindern zu können, und zwar Geld und Kleider. Bei einer Sammlung im Jahr 1945 wurden 7 Männermäntel, 30 Männerjacken, 16 Frauenunterjacken, 42 Frauenstrumpfhalter, 3 Kindermäntel, 2 paar Kinderschuhe gesammelt. 46 Decken fehlten noch dringend, um sich im Bett warm halten zu können. 1946 wurden 36 Decken, 2 Herrenjacken, 1 Damenjacke, 1 Kinderumhang, 1 Hemd und 1 paar Kinderschuhe gesammelt. Aber auch Lebensmittelspenden wurden mehrmals im Jahr eingesammelt. Sicherlich haben sich die Aufgaben des DRK gewandelt, sind aber nicht weniger geworden.


Nach einem Zeitungsartikel von Heinz Rogge anlässlich des 50jährigen Jubiläums des DRK, bearbeitet von Egon Zimmermann

Repros bzw. Fotos von HR

Aktive Mitglieder mit dem 1. Vorsitzenden Franz Heye rechts und seinem Stellvertreter Ehrenbürgermeister Bernhard Schütte-Nüttgen

Übung der Aktiven an der Ems in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts

Blutspenderehrung durch den Vorsitzenden, den Gründer des DRK-Ortsvereins Walter Knaden